Festungsanlagen von Mystras

Gebirge des Peloponnes – Wilde Idylle in den Bergen

Wer den Peloponnes mit Auto oder Wohnmobil durchquert, der stellt schnell fest: Der Peloponnes hat diverse Gebirge, Berge und Höhenzüge. Steile Pässe und waghalsige Serpentinenstraßen begegnen dem ambitionierten Mobilisten und fordern besonders älteren Motoren mit wenig Hubraum alles ab.
Einige Reisende hingegen suchen genau diese Umgebung für ihren Urlaub: Häufig begegnen wir auf den vielen Steigungen der Straßen der Halbinsel Rennradfahrer, die sich auf die Saison vorbereiten. Und auch Wanderer reisen zunehmend in die Region, um die Routen entlang der Gebirgszüge zu erkunden. Der Peloponnes hat drei bedeutende Gebirge:

Das Taygetos-Gebirge

Das Taygetos-Gebirge liegt im Süden des Peloponnes und kennzeichnet die schroffe Landschaft der Mani. Das Taygetos wird als das Dach des Peloponnes bezeichnet. Das Gebirge trennt gleichsam Lakonien und Messenien durch seine steilen Hänge. Pyramidenartig erhebt sich der Hagios Ilias als höchster Gipfel des Taygetos mit 2407 Metern, der zugleich der höchste Berg der Peloponnes ist. Neben diesem höchsten Gipfel hat das Taygetos-Gebirge zahlreiche weitere Gipfel, die 2000 Meter überschreiten. Der Hauptkamm des Höhenzuges hat fünf Gipfel, die als Fünffinger (Pendedactylus) bezeichnet werden.

Namensgebend für das Gebirge ist die Nymphe Taygete aus der griechischen Mythologie, Tochter von Atlas und der Okeanide Pleione.
Der europäische Fernwanderweg E4 quert das Taygetos-Gebirge auf der Strecke von Gythio nach Sparta. Der Wanderweg wird durch die örtlichen Wandervereine betreut. Er ist sehr gut ausgebaut, perfekt beschildert und ganz wunderbar zu begehen. Die Route des E4 wurde so gewählt, dass viele interessante Wegpunkte passiert werden – darunter diverse Trinkwasser-Quellen, abgelegene Kapellen und friedliche Bergdörfer. Berichten zufolge sind die Schutzhütten an der Strecke nicht immer einfach zu beziehen und werden teilweise nur für größere Seilschaften geöffnet.
Kulinarisch ist das Taygetos-Gebirge bekannt für den intensiv schmeckenden Bergtee, der mit Honig gesüßt wird, eng mit dem Salbei verwandt ist und eine Art griechisches Nationalgetränk darstellt. Auch Sfela wird in der Region hergestellt – ein sehr schmackhafter Käse aus Schaf- und Ziegenmilch. Die Tiere grasen meist frei im Gebirge und ernähren sich daher von wilden Kräutern, die der Milch ein einzigartiges Aroma verleihen.
Übrigens ist das Taygetos-Gebirge auch eine beliebte Frage bei Kreuzworträtseln.

#taygetos

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Parnon-Gebirge

Das Parnon-Gebirge liegt im Südosten des Peloponnes und verbindet geologisch gesehen die Präfekturen Lakonien und Arkadien. Der höchste Gipfel des Parnon ist der Megali Tourla mit 1940 Metern. Das Parnon-Gebirge ist rund um seinen höchsten Berg dicht mit Nadelbäumen bewachsen, die teils dichte Wälder bilden – im Süden Griechenlands ein seltener Anblick. Der Grund für diesen üppigen Bewuchs sind die zahlreichen Flüsse, die im Parnon entspringen und zum Teil ganzjährig Wasser führen.

Verschiedene Wanderrouten führen durch das Parnon-Gebirge. Gemeinsam ist ihnen allen, dass unterwegs kaum Wasserstellen anzutreffen sind – rüsten Sie sich daher gut mit Trinkwasser aus und meiden Sie die Mittagshitze.

Der Kyllini

Im Nordosten des Peloponnes ist das Land keineswegs eben – hier erhebt sich mit dem Kyllini der zweithöchste Berg des Peloponnes. Er misst 2374 Meter und ist somit nur wenig niedriger als der Hagios Ilias im Taygetos-Gebirge. Das Kyllini-Massiv markiert die Grenze zwischen den antiken Landschaften Achaia im Westen und Arkadien im Südosten.
Der Kyllini ist ein beliebtes Ausflugsziel, da er von Athen recht schnell erreichbar ist. Die Gegend ist überdies bei Offroad-Fahrern beliebt, da sie gut erschlossen ist und anspruchsvolle Passagen bietet.

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